PLATONIC PARADISE – Miriam J. Carranza & Lotte Meret Effinger

3. – 29. März 2018  //  Vernissage: 2. März, 19 Uhr // open: FR & SA 16h – 19h

platonic_paradise_plakat_FACEBOOK

Eine multimediale Rauminstallation von Miriam J. Carranza in Zusammenarbeit mit Lotte Meret Effinger.
Poesie und Musik von Miriam J. Carranza, Tabea Venrath und Marie-Claire Delarber.
Kuratorische Zusammenarbeit:
Jeanne Leonie van Eeden und Nada Schroer.

Platonic Paradise konstituiert sich an den Schnittstellen von Noise-Musik, Poesie und Performancekunst.
In der wechselnden räumlichen Funktion als Rückzugsort, dissonante Wellnessoase oder Hangout reflektiert das Projekt den Zusammenhang zwischen dem systemischen Zwang zur alltäglichen Selbstoptimierung und den Verwertungslogiken der Self-Care-Industrie. Davon ausgehend befragen die Künstlerinnen das Verhältnis dieser Phänomene zu sozialen Beziehungen, wie Freundschaften, Affären und Partnerschaften sowie zu Emotionen und Affekten. Welche Potentiale besitzen Zuneigung, Intimität und Vertrauen? Welche Rolle spielt die digitale oder physische Beschaffenheit der Räumen, in denen Gefühle und Beziehungen ausgehandelt werden? Wie wirken die (technologischen, medialen) Bedingungen der Kommunikation darauf zurück?

PROGRAMM

PLATONIC PARADISE
FR, 02.03.18, 19:00 Uhr
Eröffnung und Performance
mit Miriam J. Carranza und Lotte Meret Effinger

Mit Bezug auf die Ambivalenzen post-digitaler und post-kapitalistischer Subjektivierungs- und Produktionsweisen performen Miriam J. Carranza und Lotte Meret am Eröffnungsabend als Lifestyle-Coaches, Visual Entrepreneurs, Meditations-Anleiterinnen, Spiritual Guides oder DJs.

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TINDER TENDENCIES
SA, 17.03.18, 18:00 Uhr
szenische Lesung
mit Tabea Venrath und Miriam J. Carranza

„Do you think we can ever meet up?“ – „No. Never… We are no humans. We are messages – only.“
Die szenische Lesung Tinder Tendencies ist eine kollaborative Erkundung der Möglichkeiten intimer Räume und platonischer Freundschaften, die über Dating-App-Interfaces medial vermittelt werden. Räume, in denen sich Aspekte digitaler und analoger Handlungs- und Gefühlslogiken untrennbar miteinander verbinden, bringen neue Formen der sozialen Bindung und emotionaler Subjektivierung hervor, die während der Lesung performativ befragt werden.
Tinder Tendencies ist eine Zusammenarbeit von Tabea Venrath und Miriam J. Carranza und wird als Live-Online Show in Kollaboration mit dem Festival dgtl fmnsm im Europäischen Zentrum der Künste Hellerau nach Dresden übertragen.

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FINISSAGE
DO, 29.03.18, 19:00 Uhr
Konzert mit Marie-Claire Delarber

Zur Finissage der Ausstellung lässt Marie-Claire Delarber Teile ihrer Soundstücke in das Platonic Paradise-Set von Miriam J. Carranza einfließen, das während der gesamten Laufzeit im Raum zu hören sein wird. Durch das freie Experimentieren mit Soundtechnologien und den dazugehörigen Maschinen verschafft sie sich die Möglichkeit, starre Narrative von Herrschendem (Produzent) und Beherrschtem (elektronische Software und Equipment), außer Kraft zu setzen. Ihre Tracks schaffen einen Raum, um den hartnäckigen Gender-Dualismus, der dieser Formation eingeschrieben ist (Paul Théberge), zu überwinden.

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Die Ausstellung wird ermöglicht durch: Kulturamt der Stadt Köln, Rheinenergie Stiftung Kultur, STAVV – Studierendenausschuss der Vollversammlung der Humanwissenschaftlichen Fakultät
Gestaltung: postswag.wtf

FR 19.01. // LUIS NEUENHOFER _ STEIN ‚N CRIME // SEASON OPENING EBERTPLATZ

STEIN ‚N CRIME – Luis Neuenhofer
– Rauminstallation –

gold+beton einladung luisVernissage: FR 19. Jan // 19h
XXX SEASON OPENING AM EBERTPLATZ XXX

show open:
20.Jan – 17. Feb / FR & SA 16h-19h u.n.V.

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Luis Neuenhofers Ausstellung STEIN ‚N CRIME ist ein provokanter Kommentar auf die tagesaktuelle Debatte um die „Dystopie Ebertplatz“. Die darin diskutierten Maßnahmen zur Verbesserung der inneren Sicherheit dienen dem überwachungs-kritischen Medienkünstler als thematische und ästhetische Hauptinspiration.
Die schlagartig omnipräsente Thematisierung „der Angst“ in den Medien und eine damit verbundene Re-Evaluierung des allgemeinen Unbehagens, ziehen die Rufe nach mehr Überwachung mit sich: Eine flächendeckende Videoüberwachung des öffentlichen Raumes wird derzeit geprüft… Anhand plakativer Mittel und brachialen Konstrukten ist STEIN ‚N CRIME ein pointierter Fingerzeig auf dieses neue Moment der empfundenen Unbehaglichkeit. Die Rauminstallation ist sowohl politische Botschaft an die strukturellen und administrativen Systeme der Stadt, als auch Medienkritik und Warnung vor dem „Totalen Überwachungsstaat“, dessen Vorrücken man bereits überall auf der Welt erkennen kann.
STEIN ‚N CRIME ist eine abstrakte Miniatur von Utopie und Dystopie dieses Platzes. Denn: ein Gegenentwurf ist in greifbarer Nähe und die Oase manchmal nur einen Schritt entfernt. So wie am Ebertplatz im Zentrum Kölns…

Luis Neuenhofer (*1992, Köln) hat Mediale Künste an der Kunsthochschule für Medien studiert (2012-2017).
Durch seine Spezialisierung auf Videotechnik und der jahrelangen Erfahrung in (Live-)Regie, Bildmischung und Kamera, arbeitet er an einer dehnbaren Schnittstelle zwischen Kunst & Technik, Ästhetik & Funktion, Regisseur & Künstler.

Tanzcafé Europa – Michel Klöfkorn

Ausstellung begleitend zum Spotlight Programm des KFFK / Kurzfilmfestival Köln

Michel Klöfkorn – TANZCAFÉ EUROPA
/ 19h Vernissage
/ 20h Performance:
Marie Gavois & Michel Klöfkorn: zipper conversation, eine Reißverschluss-Sound-Performance
SPOTLIGHT_flüssiges_papier
Ausstellung geöffnet:
FR & SA 16h – 19h
SONNTAG 12:00 Uhr · ARTIST TALK MIT MICHEL KLÖFKORN & MIRJAM BAKER (die ihre Ausstellung bei uns am 24.11. eröffnet)
geöffnet: 13:00–16:00 Uhr

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Zum Spotlight Programm des KFFK:
(DO 16.11. 21.30h / Filmpalette)
20 Jahre Schmalfilm. Dekonstruktion, Rekonstruktion. Wir im Kosmos der Globalisierung. Michel Klöfkorn rückt Gegenstände des Alltags und Phänomene der hiesigen Konsum- und Kulturlandschaft in das Spotlight seines Schaffens. Mit Collagen oder Demontagen löst er sie von ihrer eigentlichen Funktionalität los. Seine Animationen schaffen eine filmische Verdichtung von Zeit und Raum mittels derer er das dekonstruierte Material neu zusammensetzt. Das Verhältnis von Bild und Material wird neu ausgelotet und Sound wird visualisiert. Bis daraus ein Film wird. Werbebanner werden in dünne Streifen zerschnitten und dann neu zusammengeflochten. Oder durch den Schredder geschickt und zu kunstvollen Bildteppichen verwoben. Viele einzelne kleine Teile fügen sich zu etwas großem Neuen. Einmaliges entsteht aus einer Kultur des Konformen. Einzelstücke in Zeiten der Reproduzierbarkeit und des Überflusses. Kunst, die aus Zerstörung schöpft und Glück schafft. Dinge haben eine Seele, die zum Leben erweckt wird. Die Herkunft von Bildern wird untersucht, es entstehen neue Assoziationen. Aus oberflächlichen Reizen entsteht Tiefe. – Nicole Rebmann

Julia König / Jonathan Omer Mizrahi – we cannot stop noticing

 9.9.-8.10. // Vernissage FR 8.9. // 19h

poster

 

reflex / dog´s stimulus to the dog food
giving
trust
bail (of the criminal) – discharge
bank guarantee
gift
contract
order
surrender (war)
offer
positive regard (the doctor- kind of funny)
jump (computer science)
probability distribution (statistics)

Unconditioned spaces are appendix spaces – underneath, above or beside the hotel lobby, the office, the elevator. Attics, ventilation shafts, drains or atomic repositories are inhabited by substances, machines and other densities of the discarded. We want to separate these spaces as much as possible.
Air is pushed to its destined swamp.
In films, drains can be a refuge. Ventilation shafts are used as an alternative entrance to rooms under high surveillance. From abundant to abandoned, these motives are represented in relation to the conditioned space. Where the drama accrues. Ring ring. They significantly differ in temperature. Dorms on construction site. The outside is made forgotten the outside exists only through the window and the door with kick in the face.

We do like what the air does.

LAURA DECHENAUD – ON THE RIDGE LINE

LAURA DECHENAUD – ON THE RIDGE LINE
15.07.-11.8. // Vernissage FR 14.7. // 19h
im Rahmen der KUNST BASIS EBERTPLATZ

PIECE_02_DETAIL_01Laura Dechenauds Installationen sind eine Zusammenführung aus robusten Substanzen und Rohstoffen, die gleichermaßen minimalistisch und raumeinnehmend sind. Das stetige Oszillieren zwischen physikalischem Balance-Akt, Stärke vs Schwäche und einer alles beeinflussenden Sensibilität, streckt sich aus in Welten aus Kupfer, Metall, Wasser und Farbakzenten. Eine intensive Aufmerksamkeit auf materielle Zusammenhalte.

Für die Ausstellung „On the Ridge Line“ ließ sich Dechenaud von ihrer Heimatstadt Saint-Ouen inspirieren und schlägt Brücken zwischen Material, den Rohstoffen und der Stadt. Ähnlich wie der teils spartanisch verbaute Pariser Vorort, sind auch Dechenauds Installationen hastig gebaute Systeme die nicht dafür gemacht sind lange zu bestehen. Aber manchmal bleiben sie genau so, Jahre lang. Es sind Lösungen die für den Augenblick gedacht sind aber niemand repariert kleine Probleme, solange das System hält. Und aus diesem Grund stehen die Systeme noch. Der Ebertplatz, der ebenso als solch ein System, und „Dauerhafter Zufall“ gesehen werden kann, ist der ideale Ort, dieses Moment des Zufalls zu reproduzieren und die Aufmerksamkeit auf ungewohnte Details zu lenken.

Laura Dechenaud (*1986, Paris) hat in Paris (ENSBA, Prof. Michel Francois) und Braunschweig (HBK, Prof. Asta Göting) studiert, sie lebt und arbeitet in Köln. GOLD+BETON zeigt ihre erste Solo-Ausstellung in Köln.

lauradechenaud.com

LAURA LOT – SPECTRAL PRESENCES – 29.6. – 8.7.

Vernissage DO 29.6. // 19h
geöffnet DO-SA 16h-19h

Bildschirmfoto 2017-06-29 um 15.26.52

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Kann das künstlerische Schöpfen Gespenster erwecken?
Dieser Frage gehen Laura Lots Arbeiten in „Spectral Presences“ nach.
Anhand von Collagen und Installation läßt Laura Lot die Gespenster ihres Inneren mehrdeutig sprechen. Dieser kreative Prozess kann als künstlerischer Hermeneutischer Zirkel aus Abstraktionen des Unbewußten und Archetypen des Bewussten gesehen werden.
Von den Gespenstern der Ideologie bis zu den Gespenstern der Erinnerung stehen Lots Werke in „Spectral Presences“ an der Grenze zwischen Wirklichkeit und Unwirklichkeit. Diese Grenze ist hierbei selbst auch ein Gespenst: nie völlig anwesend, nie völlig abwesend und genau deshalb immer schwer zu fassen.